Wien Sehenswürdigkeiten

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Wien Sehenswürdigkeiten
von A bis Z

Hier finden Sie beliebte Wien Sehenswürdigkeiten in alphabetischer Reihenfolge. Sehenswerte Kirchen, Palais, Museen, Plätze, Gaststätten, Kaffeehäuser, Denkmäler, Brunnenanlagen, Parks und Straßen machen Wien zur Stadt, die wir lieben.

Viele Wien Sehenswürdigkeiten können Sie kostenlos entdecken. Die Innere Stadt lässt architektonisch, historisch und kulturell, keine Wünsche offen. Der Eintritt in Bundesmuseen ist für Kinder und Jugendliche frei.

Die Wien Top 10 Sehenswürdigkeiten haben wir auf einer eigenen Seite zusammengestellt.

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Am Hof
1155
Adresse:   1. Am Hof
Bewertung:      

Heinrich II. Jasomirgott residierte 1155 auf dem größten Platz der Stadt, weshalb er auch seinen Namen erhielt. Erst Ottokar II. von Böhmen verlegte seine Residenz in den Schweizerhof der Hofburg.

In der Mitte des Platzes befindet sich die von Balthasar Herold gestaltete Mariensäule (Auftrag 1664, Aufstellung 1667). Die Stiftung geht auf Ferdinand III. anlässlich des Dreißigjährigen Krieges (Böhmen und Schweden belagern Wien) zurück. Sie symbolisiert die siegreiche Abwehr gegen Krieg (Löwe), Pest (Basilisk), Hunger (Drache) und Ketzerei (Schlange).

Das Märkleinsche Haus (Am Hof 7) wurde 1727-1730 von Leopold Giessl nach Plänen von Lucas von Hildebrandt erbaut. Heute beherbergt es das Wiener Feuerwehrmuseum.

Das Bürgerliche Zeughaus (Am Hof 9-10) wurde im 16 Jhdt. errichtet, um 1676 erweitert und 1731/1732 durch Anton Ospel erneuert. Auf dem Giebel tragen Beharrlichkeit und Stärke eine Weltkugel. Seit 1883 beherbergt es die Feuerwehrzentrale. Heute kann man von hier die römischen Ausgrabungen erreichen.

Sehenswert ist auch die Jesuitenkirche "Zu den neun Chören der Engel", wo Kaiser Franz II. 1806 als römischer Kaiser abdankte und damit das Ende des heiligen römischen Reiches Deutscher Nationen besiegelte (nicht belegt). Das Hochaltarbild (1798) von Johann Georg Däringer ist das größte in Wien. Heute werden in der Kirche Am Hof Messen der katholischen, kroatischen Glaubensgemeinschaft gefeiert.

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Ankeruhr
1914
Adresse:   1. Hoher Markt
Bewertung:      

Die Ankeruhr ist eine beliebte Sehenswürdigkeit von Wien. Nahe dem Stephansdom, am Hohen Markt, zeigt das Jugendstiljuwel von Franz Matsch aus dem Jahre 1914 stündlich eine historische Persönlichkeit. Es beginnt der Schaulauf um 1 Uhr mit Marc Aurel. Danach folgen Karl der Große und Herzog Leopold VI. Um 4 Uhr dreht Walther von der Vogelweide seine Runde, weiters König Rudolf von Habsburg und Gattin Anna von Hohenberg, Dombaumeister Hans Puchsbaum, Kaiser Maximilian I. und der Bürgermeister von Wien, während der zweiten Türkenbelagerung, Johann Andreas von Liebenberg.

Um 9 Uhr gibt sich Graf Starhemberg ein Stelldichein, gefolgt von Prinz Eugen und Maria Theresia mit ihrem Gemahl Franz Stephan von Lothringen. Die Parade mit allen historischen Figuren erfolgt Mittags. Dann ist auch Joseph Haydn zu bestaunen.

Vermählungsbrunnen

Das Römermuseum (Hoher Markt Nr. 3) zeigt Ruinen des ehemaligen römischen Legionslagers Vindobona. Neben der Ankeruhr befindet sich der Vermählungsbrunnen. Vor seiner Errichtung im Jahr 1729 durch Joseph Emanuel Fischer von Erlach, stand hier die Josephsäule seines Vaters Johann Bernhard Fischer von Erlach (1706), welche auf ein Gelübde Kaiser Leopold I. zurückgeht. Im Mittelalter fanden hier Galgen und Pranger zur Vollstreckung von Todesstrafen und zur Abschreckung vor Gesetzesübertretungen Verwendung.

Der Brunnen zeigt, neben der Vermählung von Maria mit Josef, vier korinthische Säulen mit einem Broncebaldachin.

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Augustinerkirche
1330 bis 1339
Bewertung:      

Zwischen Albertina und Hofburg liegt die von Herzog Friedrich der Schöne im Jahr 1327 gestiftete und zwischen 1330 und 1339 erbaute Augustinerkirche. 1634 wurde die Kirche von Friedrich II. zur Hofpfarrkirche erhoben und barockisiert.150 Jahre später wurden die Innenräume durch Johannes Ferdinand Hetzendorf v. Hohenberg regotisiert. Es ist das erste Werk in Wien, das dem Historismus zugeordnet werden kann.

Am 12.2.1736 heirateten Erzherzogin Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen. Ihr Onkel Joseph I. ehelichte bereits am 24.2.1699 Prinzessin Amalia Wilhelmine v. Braunschweig-Lüneburg.

Maria Theresias jüngste Tochter Maria Antonia (Marie-Antoinette) traute 14-jährig den Thronfolger Dauphin Ludwig August (später Ludwig XVI.) am 19.4.1770. Die Trauung erfolgte in Abwesenheit des Gemahls per procurationem. Maria Antonias Bruder Erzherzog Ferdinand vertrat den Bräutigam.

Die Hochzeitsglocken wurden auch für Napoleon I. und Erzherzogin Marie I. Louise am 11.3.1810 geläutet. Napoleon nahm an seiner Vermählung auch nicht teil, sondern ließ sich von Erzherzog Karl vertreten.

Am 24.4.1854 gaben sich die erst 16-jährige Sisi und Kaiser Franz Joseph in der Augustinerkirche das Ja-Wort.

Der Kunstmäzen Albert von Sachsen beauftragte Antonio Canova mit der Schaffung des Grabmals (1800-1805) für seine geliebte Frau Marie Christine, die Lieblingstochter Maria Theresias.

In der Loretokapelle ruhen die Herzen von 54 Habsburgern in Silberurnen, während man ihre Eingeweide unter dem Stephansdom und ihre Leichname in der Kaisergruft bestattet hat.

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Burggarten
1818 bis 1823
Adresse:   1. Burggarten
Bewertung:      

Der Burggarten (früher Hof- oder Kaisergarten) wurde in den Jahren 1819 bis 1823 nach Plänen von Ludwig von Remy angelegt. Sein klassizistisches Gewächshaus (Neuer Wintergarten) wurde zwischen 1901 und 1907 durch einen secessionistischen Neubau von Friedrich Ohmann ersetzt. Heute wird der stilvolle Glaspallast als Cafe und Bar genutzt. Im Sommer finden Sie hier vielleicht sogar die beliebteste Sonnenterrasse der Stadt mit Grünblick.

Das Schmetterlinghaus im selben Gebäude ist auch einen Besuch wert. Anders als der Volksgarten blieb der Burggarten bis 1918 den Kaisern vorbehalten. Er wurde mit einem unterirdischen Gang mit der Hofburg verbunden. Sehenswert sind das älteste Reiterstandbild Wiens Kaiser Franz I. (Franz Stephan von Lothringen), geliebter Mann Maria Theresias, von Balthasar Ferdinand Moll (1781), die Bronzestatue von Kaiser Franz Joseph I. (Johannes Benk/Josef Tuch 1904/1957) und das Mozart-Denkmal von Viktor Tilgner, welches erst im Jahr 1953 in den Burggarten gebracht wurde. In den Sommermonaten kann man Lipizzaner bewundern.

Burgkapelle
Burgkapelle
1296
Bewertung:      

Die Burgkapelle im Schweizertrakt der Hofburg wurde 1296 erstmals erwähnt. Die Errichtung geht auf Albrecht I. zurück. Friedrich III. ließ die gotische Burgkapelle 1447-1449 umgestalten und am 24. April 1449 durch Bischof Johann von Gurk weihen.

Am Hochaltar ist ein schwarzes Holzkreuz angebracht. Vom jungen Kaiser Ferdinand II. wurden von böhmischen Protestanten unter der Führung von Graf Thurn Zugeständnisse zur Religionsausübung verlangt. Im Gebet vor dem Ferdinandskruzifix tröstete ihn Jesus mit den Worten; "Ferdinand, ich werde dich nicht verlassen!" Und wirklich traf das Regiment von Dampierre zur Verstärkung der Wiener Garnison ein und zwang Graf Thurn zum Abzug.

An Sonn- und Feiertagen werden Messen gelesen. Für musikalische Untermalung sorgen die Wiener Sängerknaben und der Staatsopernchor, weshalb eine Reservierung nötig ist.

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Burgtheater
1874 bis 1888
Bewertung:      

Das in den Jahren 1874 bis 1888 von Gottfried Semper und Karl v. Hasenauer erbaute Burgtheater wurde im Stil der italienischen Hochrenaissance ausgeführt. Die Deckengemälde im Stiegenhaus wurden von den Brüdern Gustav und Ernst Klimt sowie von Franz Matsch (1886–1888) geschaffen.

Am 14.10.1888 erfolgte die Eröffnung mit Grillparzers "Esther" und Schillers "Wallensteins Lager".

Im Jahr 1945 wurde der Zuschauerraum durch einen Brand vernichtet. Zur Wiedereröffnung unter dem neuen Direktor Adolf Rott am 14. Oktober 1955 wurde Mozarts Eine kleine Nachtmusik gespielt. Der Spielbetrieb in der "Burg" wurde am 15.10.1955 mit Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" wieder aufgenommen.

Direktoren

Eine Modernisierung erfuhr das Theater unter dem streitbaren Direktor Claus Peymann (1986 bis 1999), der mit der Inszenierung von Thomas Bernhards Drama "Heldenplatz" hohe Empörungswellen in der Bevölkerung auslöste. Die Schlagzeilen verdichteten sich auch unter dem Theaterdirektor Matthias Hartmann (2009–2014), dessen fristlose Entlassung zur interimistischen Ernennung von Karin Bergmann (2014-2019) führte. Direktor des Burgtheaters ist seit September 2019 Martin Kušej.

Das Burgtheater ist das größte deutschsprachige Sprechtheater. Das Ensemble (Stand 2018) setzt sich aus 28 Damen (u.a. Marie Luise Stockinger, Elisabeth Orth, Mavie Hörbiger, Maria Happel) und 38 Herren (u.a. Klaus Maria Brandauer, Michael Heltau, Nicholas Ofczarek, Peter Simonischek) zusammen.

Die Offene Burg ist eine Abteilung des Burgtheaters, ein Begegnungsraum für alle, die dachten, Theater ist fad und für die, die nicht genug kriegen können, ein Spielplatz der Phantasie und vor allem ein Türöffner – für die, die sich nicht so recht hinein trauen und für alle, die Theater auch noch aus einer anderen Perspektive erleben wollen.

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Donauturm
1964
Bewertung:      

Der Donauturm wurde zur internationalen Gartenschau im Donaupark am 19.4.1964 errichtet und ist mit 252 m ein weit sichtbares Wahrzeichen Wiens.

Nach erfolgtem Umbau ist der Donauturm ab Juni 2018 wieder geöffnet und versprüht unwiderstehlichen Charme der Sechziger Jahre und Hightech.

Auch das Thema Liebe kommt nicht zu kurz – haben sich doch bisher schon weit mehr als 100 Paare das Jawort in luftiger Höhe gegeben.

Sie müssen nicht fliegen können um Wien von oben zu erleben. Im drehbaren Restaurant (170 Meter) und Cafe ( 160 Meter) werden original Wiener Köstlichkeiten, wie Wiener Backhuhn, gekochter Tafelspitz oder eine besondere Wiener Spezialität, der Rostbraten in verschiedenen Variationen angeboten.

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Freyung
1859
Adresse:   1. Freyung
Bewertung:      

Das Kunstforum der Bank Austria auf der Freyung Nr. 1 zeigt interessante Wechselausstellungen. Das einstige Bürogebäude wurde zwischen 1914 und 1921 von Franz und Gustav von Neumann und Ernst von Gotthilf errichtet und 1989 von Gustav Peichl zum Kunstforum umgestaltet.

Die Freyung (Freistatt) erhielt ihren Namen vom Asylrecht der Mönche des Schottenklosters. Früher stand auf dem dreieckigen Platz ein Wurstelprater, heute sind der Ostermarkt und der Christkindlmarkt bekannt. Weiters befinden sich auf dem Platz das Schottenkloster, das Palais Kinsky (vorm. Palais Daun) von J.L. von Hildebrandt, das Palais Harrach und das Palais Ferstel.

In der Mitte des Platzes erhebt sich der Austria-Brunnen (16.10.1846) von Ludwig Schwanthaler.

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Graben (Pestsäule)
1680
Adresse:   1. Graben
Bewertung:      

Die Pestsäule (Dreifaltigkeitssäule) am Graben wurde anlässlich der Pestepidemie von 1679 unter Leopold I. im Jahre 1680 errichtet.

Damals noch eine Holzsäule, die in einer Predigt von Abraham a Santa Clara gesegnet wurde, bis 1682 Matthias Rauchmiller sowie Johann Bernhard Fischer von Erlach, Paul Strudl und Ignaz Brändl die hochbarocke Marmorsäule erschufen.

Der Graben um das ehemalige Reiterlager wurde um 1200 zugeschüttet und zählt heute zu den nobelsten Adressen der Stadt. Neben der Pestsäule lohnt ein Blick auf den Graben-Hof (Nr. 14-16) den Otto Wagner und Otto Thienemann von 1874-1876 errichteten. Das Ankerhaus (Nr. 10) ist ebenfalls ein Meisterwerk von Otto Wagner (1894). Am Graben Nr. 22 finden Sie auch die öffentliche Bedürfnisanstalt im Jugendstil, welche auch als Theaterkulisse für Charles Bukowskis Erzählungen zweckentfremdet wurde. Sehenswert ist auch das Haus Nr. 13 von Adolf Loos (1910-1913). Unweit des Grabens befindet sich die barocke Peterskirche von Gabriele Montani und Lucas von Hildebrandt (1703-1708). Das Kuppelfresko stammt von Johann Michael Rottmayr.

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Heeresgeschichtliches Museum
1850 bis 1856
Adresse:   3. Arsenal 1
Bewertung:        

Eines der wichtigsten Museen der Stadt ist das Heeresgeschichtliche Museum. Die Themenschwerpunkte sind in einzelne Säle zusammengefasst. Diese werden ausführlich auf einer A4-Doppelseite (Geschichte, Ausstellungsstücke) beschrieben.

Rund fünfhundert Jahre österreichischer und europäischer Geschichte werden mit Tausenden originalen Objekten sichtbar und verständlich gemacht.

Saal I – Vom Dreißigjährigen Krieg bis Prinz Eugen (16. Jh.–1700)
Saal II – Spanischer Erbfolgekriegs- und Maria-Theresien-Saal (1701–1789)
Saal III – Saal der Revolutionen (1789–1848)
Saal IV – Feldmarschall Radetzky und seine Zeit (1848–1866)
Saal V – Franz-Joseph-Saal und Sarajevo (1867–1914)
Saal VI – Der Erste Weltkrieg und das Ende der Habsburgermonarchie (1914–1918)
Saal VII – Republik und Diktatur (1918–1955)
Saal VIII – Seemacht Österreich
Panzergarten
Artilleriehallen

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Hundertwasserhaus
1983 bis 1985
Adresse:   3. Kegelgasse 36-38
Bewertung:      

Das in den Jahren 1983 bis 1985 errichtete naturfreundliche Wohnhaus besticht durch seine kunterbunte Fassade. Für den Bau wurde nach ökologischen Gesichtspunkten Holz und Ziegel verwendet und auf Kunststoff verzichtet.

Es gibt keine Ecken, die Fenster der 50 Wohnungen sind von unterschiedlicher Größe, der Fußboden des Wandelganges ist uneben, die Wand gewellt. Den Abschluß bilden zwei goldene Zwiebeltürme. Leider können Besucher des Hundertwasserhauses nur die Fassade des phantasievollen Hauses bestaunen.

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Judenplatz
2000
Adresse:   1. Judenplatz
Bewertung:        

Seit dem Ende des 13. Jh. bis 1420 Zentrum jüdischen Lebens, kam es im Jahre 1421 zur grausamsten Judenverfolgung des Mittelalters und zur neid- und hasserfüllten Vertreibung und Ermordung von 800 Juden.

Christen war der Geldverleih gegen Zinsen nicht gestattet, weshalb Juden eine Monopolstellung zufiel. Dies führte zu hohen Zinssätzen und schürte den Neid der Wiener.

Die Synagoge wurde abgerissen und das Baumaterial teilweise für den Bau der alten Universität verwendet.

Auf dem Platz befindet sich seit 25.10.2000 das Shoa-Mahnmal der englischen Architektin Rahel Whiteread, welches an die Ermordung von 65.000 österreichischen Juden erinnert.

Vor dem Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof steht Gotthold Ephraim Lessing (Die Juden, Nathan der Weise, Minna von Barnhelm), dem Siegfried Charoux 1968 ein beeindruckendes Denkmal gesetzt hat.

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Kunsthaus
1991
Bewertung:      

Friedensreich Hundertwasser setzte sich mit diesem Museumsbau ein weiteres Denkmal in Wien. Seit 1991 erfreuen sich zahlreiche BesucherInnen nicht nur an der bunten Fassade und den vielseitigen Werken des Meisters, sondern auch an faszinierenden Wechselausstellungen internationaler Künstler.

Das gemütliche Gartencafe lädt zum Verweilen in einer Blumenoase auf Stühlen von Thonet.

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MAK Museum für Angewandte Kunst
1869 bis 1871
Adresse:   1. Stubenring 5
Bewertung:        

Heinrich von Ferstel erbaute zwischen 1869 und 1871 das erste Kunstgewerbemuseum Europas im Stil der Neorenaissance. Seit 2014 können Sie im MAK Design Labor über 2000 Ausstellungsstücke (u.a. Helmut Lang) bewundern, jeden Dienstag von 18 bis 22 Uhr sogar bei 5€ Eintritt.

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Neuer Markt
1737 bis 1739
Adresse:   1.Neuer Markt
Bewertung:      

Georg Raphael Donner erbaute den Providentia-Brunnen nach Vorbildern der süddeutschen Spätrenaissance und dem italienischen Barock. Er zeigt in Beckenmitte die Providentia umgeben von 4, die Flüsse Enns, March, Traun und Ybbs, darstellenden Allegorien.

Etwa 30 Jahre nach der Errichtung befahl Maria Theresia 1770 die Einschmelzung der männlichen Plastiken (Enns und Traun) wegen Verstoß gegen die Sittlichkeit.

Erst 1801 konnten die von Johann Martin Fischer geretteten Kunstwerke wieder am Neuen Markt aufgestellt werden. Seit 1873 finden sich hier Bronzeabgüsse, während die Originalfiguren im Unteren Belvedere zu finden sind.

Im 1618 gegründeten Kapuzinerkloster wurde Kaiser Matthias begraben. Ihm folgten weitere 11 Kaiser, 16 Kaiserinnen und 116 Familienmitglieder der Habsburger. Gräfin Fuchs, die Erzieherin Maria Theresias, gehörte zwar nicht dem Kaiserhaus an, wurde aber aus Dankbarkeit in der Kapuzinergruft bestattet. Bemerkenswert ist der Doppelsarkophag Maria Theresias von Balthasar Moll.

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Palmenhaus
1882
Adresse:   13. Schönbrunn
Bewertung:        

Schönbrunn fiel nach dem Tod Maria Theresias in Dornröschenschlaf. Erst Kaiser Franz Josef I. küsste es nach ca. 100 Jahren wieder wach und ließ es umbauen. Das war auch die Zeit, exotischen Pflanzen ein neues Zuhause zu errichten.

Das größte Glashaus Europas ist in drei Räume mit unterschiedlichen Klimazonen unterteilt. Auch von außen lässt sich die 111 m lange, 29 m breite und 25 m hohe Glas-Eisenkonstruktion von Franz Xaver Segenschmid aus dem Jahre 1882 bestaunen.

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Parlament
1873 bis 1883
Bewertung:          

Der der Griechischen Klassik nachempfundene Prunkbau von Theophil Hansen wurde zwischen 1873 und 1883 erbaut und als Reichsratsgebäude genutzt. Seit 1918 beherbergt es den National- und Bundesrat.

Die 4 m hohe Pallas Athene wacht seit 1902 über die Geschicke der Parlamentarier. Die Liegefiguren des von Carl Kundmann ausgeführten Brunnens versinnbildlichen die Flüsse Donau, Inn, Elbe und Moldau.

Diese Wiener Sehenswürdigkeit wird noch bis 2021 renoviert.

Postsparkasse
Postsparkasse
1904 bis 1912
Bewertung:          

Otto Wagner errichtete zwischen 1904 und 1912 das visionäre k.k. Postsparcassen-Amt am Georg Coch-Platz. Es ist eines der berühmtesten Jugendstilgebäude Wiens. Das Gebäude hat acht Geschoße, ist ein Ziegelbau mit Stahlbetondecken.

Besonders gelungen ist der lichtdurchflutete Kassensaal, welcher bis 2017 als solcher von der BAWAG PSK genutzt wurde. Zur Jahrhundertwende waren hier über 2000 Beamte tätig. Die Zukunft des historischen Gebäudes liegt in den Händen der neuen Eigentümerin SIGNA.

Der große Kassensaal ist bis auf weiteres von Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.30 Uhr öffentlich zugänglich, ausgenommen sind geschlossene Veranstaltungen. Auf der offiziellen Website stehen 14 Panoramen zur virtuellen Erkundung öffentlicher und nicht öffentlicher Bereiche des faszinierenden Gebäudes zur Ansicht.

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Secession
1898
Bewertung:          

Der Schüler von Otto Wagner und Student von Karl Hasenauer erhielt als nunmehr 30-jähriger den Auftrag für den Bau eines Ausstellungsgebäudes am Karlsplatz.

Joseph Maria Olbrich benötigte dafür lediglich ein halbes Jahr und setzte im Jahr 1898 eine vergoldete Kuppel aus Lorbeerblättern auf den geometrisch schlichten Bau.

Die feierliche Eröffnung erfolgte am 12.11.1898. Bedeutend sind neben dem 70 m² großen Beethovenfries (1901-1902) von Gustav Klimt, auch der von Löwen gezogene Streitwagen des Marc Anton von Arthur Strasser (1899/1900).

Bereits im April 1892 wurde eine neue Kunstströmung, der Jugendstil, in München ausgerufen. 1897 folgten Wiener Künstler und gründeten die Vereinigung bildender Künstler Österreichs Wiener Secession.

Neben Gustav Klimt (1. Präsident) zählen Rudolf von Alt, Koloman Moser, Josef Engelhart, Carl Moll, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich zu ihren Gründungsmitgliedern.

Der Jugendstil fand auch in Großbritannien (Modern Style) und in Frankreich (l’Art Nouveau) großen Anklang.

Bereits 1905 traten Klimt, Moser, Hoffmann, Moll u.v.a aus der Secession aus.

Die Wiener Werkstätte mit Mitgliedern von Klimt, Kokoschka, Schiele, Moll bis Zülov setzte den Jugendstil von 1903 bis 1932 erfolgreich fort.

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Staatsoper
1861 bis 1869
Adresse:   1. Opernring 2
Bewertung:          

Weder August Sicard von Sicardsburg noch Eduard van der Nüll erlebten die Eröffnung des Hofoperntheaters am 25.5.1869 mit Mozarts Don Giovanni (Don Juan). Während Eduard die Kritik der Bevölkerung und des Kaisers an seinem Pionierbau im Ringstraßenstil in den Selbstmord (4.4.1868) trieb, starb sein Freund August kurz darauf (11.6.1868) an den Folgen eines Schlaganfalls am Zeichentisch. 2018 jährt sich der Todestag beider Architekten zum 150 mal. Der geschockte Kaiser Franz Joseph unterließ in Folge jede weitere öffentliche Kritik und formulierte stets höflich "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut."

Am 12.3.1945 wurde die Oper durch einen Bombenangriff zerstört. Nach 10-jährigem Wiederaufbau unter Verwendung sowjetischer Finanzmittel wurde das Haus mit einer Galapremiere Beethovens Fidelio von Direktor Karl Böhm am 5.11.1955 feierlich eröffnet. 30.000 BesucherInnen verfolgten über Lautsprecher am Ring die Aufführung.
Oper live am Platz

Im April, Mai, Juni und September überträgt die Staatsoper Opern- und Ballettaufführungen live auf einer 50qm große Videowall am Herbert von Karajan Platz. So gelingt eine Öffnung des Hauses. Vor allem Opernneulinge können ganz entspannt in die faszinierende Welt des Musiktheaters hineinschnuppern.

Staatsoper live

Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.

Neben Anna Netrebko arbeiten hier 117 Sängerinnen und Sänger (Ensemble und Gäste), 194 OrchestermusikerInnen, 91 ChorsängerInnen, 107 BalletttänzerInnen, 8 AutorInnen, 27 Komponisten und 8 Dirigenten (Stand 2015).

Heute zählt die Staatsoper neben der Mailänder Scala und der Metropolitan Opera zu den schönsten und wichtigsten Opernhäusern der Welt. Führungen durch diese Wien Sehenswürdigkeit erfreuen sich großer Beliebtheit

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Stadtpark
1862
Adresse:   1. Stadtpark
Bewertung:          

Am 21.8.1862 eröffnete der von Josef Selleny und Rudolf Siebeck angelegte Stadtpark. Er ist die erste öffentliche Parkanlage Wiens. 5 Jahre später wurde der Kursalon fertiggestellt. Die Wienflussbauten (1898 bis 1901) stammen von Friedrich Ohmann und Josef Hackhofer.

Neben verschiedenen Denkmälern bildet das von Edmund Hellmer 1921 geschaffene vergoldete Abbild von Johann Strauss Sohn einen Höhepunkt der Wiener Sehenswürdigkeiten. Es ist dies das meistfotografierte Denkmal von Wien. Schani hat Wien musikalisch revolutioniert und sich mit "Die Fledermaus", "Der Zigeunerbaron", "Wiener Blut", "Kaiserwalzer" sowie "An der schönen blauen Donau" und weiteren 400 Walzern zum Walzerkönig gekrönt.

Bemerkenswert ist auch das Denkmal des Komponisten Franz Schubert von Bildhauer Karl Kundmann. Es war das erste Denkmal aus nichthöfischen oder militärischen Bereich und ist einer Initiative des Wiener Männergesangsvereins zu verdanken.

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Universität
1873 bis 1884
Bewertung:        

Der im Stil der italienischen Renaissance in den Jahren 1873 bis 1884 von Heinrich von Ferstel angelegte Monumentalbau ersetzte die zu klein gewordene alte Universität (1829 bis 1884) neben der Jesuitenkirche. Die Universität wurde bereits 1365 von Rudolf IV. der Stifter gegründet und 1385 unter Albrecht III. errichtet. Sie war damit die zweite Universität im deutschsprachigen Raum nach Prag. Die feierliche Eröffnung am 10.10.1884 erlebte sein Erbauer nicht mehr.

Im Arkadenhof erinnern Denkmäler und Gedenktafeln an Professoren wie Ludwig Boltzmann, Sigmund Freud, Theodor von Billroth, Anton Bruckner, Gerhard van Swieten oder Marie von Ebner Eschenbach. Im Zentrum des Hofes befindet sich seit 1904 der von Edmund Hellmer angelegte Kastalibrunnen.

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Volksgarten
1823
Adresse:   1. Volksgarten
Bewertung:          

Im Volksgarten befinden sich mehrere Wien Sehenswürdigkeiten, wie der Theseustempel (1820 bis 1823) von Peter von Nobile und das Sisi Denkmal (1905 bis 1907 von Hans Bitterlich und Friedrich Ohmann).

Südlich davon wurde Österreichs bedeutendstem Dramatiker Franz Grillparzer (15.1.1791 bis 21.1.1872) am 23.5.1889 ein eindrucksvolles Denkmal durch Karl Hasenauer, Karl Kundmann und Rudolf Weyr gesetzt.

Der Triton- und Nymphenbrunnen (1880) von Viktor Tilgner empfängt BesucherInnen von der Hofburgseite. Der Volksgarten ist der älteste öffentlich zugängliche Park in Hofbesitz. Allein der blühende französisch-barocke Rosengarten rechtfertigt einen Besuch. Der Volksgarten beherbergt auch einen der beliebtesten Tanztempel der Stadt.

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Zentralfriedhof
1874
Bewertung:        

Der Zentralfriedhof ist Österreichs größter, Europas zweitgrößter und weltweit siebtgrößter Friedhof. Platz 1 belegt der fast 4 mal so große Friedhof Wadi Al Salam (Tal des Friedens) nahe der irakischen Stadt Nadschaf.

Am Zentralfriedhof finden 3 Millionen Menschen auf einer Fläche von rd. 2,5 km² ihre letzte Ruhe, knapp 1000 in Ehrengräbern der Stadt Wien.

Friedhofskirche zum heiligen Karl Borromäus

Im Zentrum des Friedhofs erstrahlt die Friedhofskirche zum Heiligen Karl Borromäus, früher Karl-Lueger-Gedächtniskirche (1908 bis 1911) von Max Hegele. Der Mitarbeiter von Otto Wagner gewann mit seinem secessionistischen Entwurf den Wettbewerb. Die Turmuhr trägt Buchstaben statt Zahlen. Der sehr gut in die Gegenwart passende lateinische Satz TEMPUS FUGIT (Die Zeit flieht oder Zeit vergeht) erinnert an die Begrenztheit des irdischen Lebens. Um 12 Uhr symbolisiert ein Kreuz das Ende des Lebens.

Ehrengräber der Stadt Wien

Der am 1. November 1874 (Allerheiligen) eröffnete Zentralfriedhof war von Anfang an für alle Konfessionen geplant. Der Alte Jüdische Friedhof wurde 1877, der Evangelische Friedhof 1904 und der Neue Jüdische Friedhof 1917 angelegt.
1881 beschloss der Wiener Gemeinderat berühmten Persönlichkeiten eigene Grabstätten zu widmen. Viele KünstlerInnen die bereits in anderen Friedhöfen begraben wurden verlegte man daraufhin auf den Zentralfriedhof. Dies erlaubt BesucherInnen Zeitreisen durch die Kulturgeschichte. Jedes der fast 1000 Ehrengräber erzählt eine bewegende Geschichte und erweckt unser Interesse an Biografien großartiger KünstlerInnen.

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Zentralfriedhof
1874
Bewertung:        

Viktor Frankl (Psychiater; 1905 bis 1997)
(Alter Jüdischer Friedhof; Gruppe 76 b , Reihe 23, Nr. 27 )
Der Begründer der Logotherapie ist einer der größten Söhne Wiens. Sein Buch "Trotzdem Ja zum Leben sagen" (Man’s Search for Meaning) zählt zu den 10 einflussreichsten Büchern des 20. Jhdts in Amerika. Seine Bekanntheit in den USA übertrifft die im Heimatland bei weitem. Seit 2015 gibt es ein Viktor Frankl Museum in Wien.

Falco (Popstar; 1957 bis 1998)
(Gruppe 40, Nr. 64)
Am 6. Februar 2018 jährt sich der Todestag von Falco zum 20 mal. In den Achtziger Jahren gefeierter Popstar wurde es in den Neunzigern bis zum Zeitpunkt seines Todes, wie um fast alle Austropopper (exkl. Ostbahn Kurti, EAV, Fendrich, Hubert von Goisern), still. Sie waren sang- und klanglos aus den Radiostationen verschwunden. Austropop LP´s verstaubten in den Plattenläden. Mit seinem frühen Tod gelang Falco der Schritt zur Legende. Sein künstlerisches Schaffen erfreut Jung und Alt bis heute. Sein Begräbnis am 14. Februar 1998 und die große Anteilnahme von 5.000 Trauergästen sowie bewegende Abschiedsreden von Bürgermeister Zilk und Rudi Dolezal würdigten Falco als Mensch, Freund und großartigen Künstler. Sein Grabmal mit 3m hohem Obelisk und Panzerglasscheibe mit lebensgroßem Bild ist Anziehungspunkt für Fans und Weggefährten.

Hedy Lamarr (Schauspielerin, Erfinderin; 1914 bis 2000)
(Gruppe 33 G, Grab Nr. 80)
Die schönste Frau der Welt war eine Wienerin. Ihre ruhmreiche Geschichte begann 1930 mit dem Filmdebut in Geld auf der Straße. 3 Jahre später sorgte sie mit der ersten Nacktszene sowie dem ersten (gespielten) Orgasmus der Filmgeschichte in Ekstase für einen Skandal und legte damit den Grundstein für ihre Karriere in Hollywood. 1942 patentierte sie eine störungssichere Funkwellensteuerung für Torpedos. Dieser Frequenzwechsel ist Grundlage heutiger Kommunikationstechnik, wie Bluetooth oder GSM. 14 Jahre nach ihrem Tod, zwei Tage vor ihrem 100. Geburtstag erhielt sie die verdiente Würdigung durch die Beisetzung in einem Ehrengrab am Zentralfriedhof.

Mahnmale

Niemals vergessen! Der Zentralfriedhof ist auch Ruhestätte von Kriegsopfern, Opfern der Märzrevolution 1848, des Justizpalastbrandes 1927, des Bürgerkrieges 1934 des Nationalsozialismus und anderer.