Am Hof

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WIEN

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Heinrich II. Jasomirgott residierte 1155 auf dem größten Platz der Stadt, weshalb er auch seinen Namen erhielt. Erst Ottokar II. von Böhmen verlegte seine Residenz in den Schweizerhof der Hofburg.

In der Mitte des Platzes befindet sich die von Balthasar Herold gestaltete Mariensäule (Auftrag 1664, Aufstellung 1667). Die Stiftung geht auf Ferdinand III. anlässlich des Dreißigjährigen Krieges (Böhmen und Schweden belagern Wien) zurück. Sie symbolisiert die siegreiche Abwehr gegen Krieg (Löwe), Pest (Basilisk), Hunger (Drache) und Ketzerei (Schlange).

Das Märkleinsche Haus (Am Hof 7) wurde 1727-1730 von Leopold Giessl nach Plänen von Lucas von Hildebrandt erbaut. Heute beherbergt es das Wiener Feuerwehrmuseum.

Das Bürgerliche Zeughaus (Am Hof 9-10) wurde im 16 Jhdt. errichtet, um 1676 erweitert und 1731/1732 durch Anton Ospel erneuert. Auf dem Giebel tragen Beharrlichkeit und Stärke eine Weltkugel. Seit 1883 beherbergt es die Feuerwehrzentrale. Heute kann man von hier die römischen Ausgrabungen erreichen.

Sehenswert ist auch die Jesuitenkirche "Zu den neun Chören der Engel", wo Kaiser Franz II. 1806 als römischer Kaiser abdankte und damit das Ende des heiligen römischen Reiches Deutscher Nationen besiegelte (nicht belegt). Das Hochaltarbild (1798) von Johann Georg Däringer ist das größte in Wien. Heute werden in der Kirche Am Hof Messen der katholischen, kroatischen Glaubensgemeinschaft gefeiert.


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