Stephansdom Platz 2

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Stephansdom

Hätte Wien nur ein Wahrzeichen, so wäre es mit Sicherheit der Stephansdom. Der Südturm mit einer Höhe von 137 m bedeutet für den Steffl Rang 8 in der Hitliste der höchsten Kirchen der Welt.

Der Bau der damals kleinen Kapelle außerhalb der Stadtmauern begann bereits 1137, die Weihung erfolgte 10 Jahre später durch Bischof Reginbert von Passau. Zur gleichen Zeit passierten die Kreuzritter des 2. Kreuzzuges Wien. 1221 wurde die Kapelle zur dreischiffigen romanischen Basilika ausgebaut.

Den Grundstein für den Bau des Südturms legte Rudolf IV. der Stifter im Jahr 1359. Dies brachte im seinen schmeichelnden Beinamen. Andernfalls wäre er heute wohl eher als Rudolf IV. der Fälscher bekannt, nachdem er das Privilegium minus verschwinden ließ.

Das Singertor wurde im Jahr 1380 fertiggestellt und gilt als Hauptwerk der Hochgotik in Wien. Der Bau des Nordturms wurde im Jahr 1450 von Meister Hans Puchsbaum begonnen, 61 Jahre später eingestellt. Sein heutiges Aussehen erlangte der Steffl vor mehr als 400 Jahren.

In den Katakomben werden seit 1470 Leichname aufbewahrt. Rudolf IV. der Stifter legte 1363 die Herzogsgruft an. Diese dient Ferdinand II., sowie den Eingeweiden von 56 Habsburgern in Kupferurnen, als letzte Ruhestätte, während sich die Leiber in der Kaisergruft (ab 1633 am Neuen Markt) und ihre Herzen in der Augustinerkirche befinden. Joseph II. ließ 1783 die Bestattung in den Katakomben verbieten.

Während man den Nordturm in einem Lift hochfahren kann, muss man den Südturm über eine schmale Wendeltreppe erkunden. Die Aussicht entschädigt jedoch für den damit verbundenen Muskelkater.

Wenn Sie den Steffl über das Riesentor betreten und Ihren Rundgang links beginnen, erreichen Sie die Kreuzkapelle mit dem Grabmal von Prinz Eugen und das Bischofstor. Aus der Kanzel blickt Ihnen Meister Puchsbaum, der Fenstergucker (Bj. 1514) entgegen. Wechseln Sie wieder zur linken Seite und betrachten Sie den Orgelfuß und den Zahnwehhergott, bevor Sie den Lift zum Nordturm besteigen und neben einem herrlichen Wienblick auch die Pummerin (Österreichs größte Glocke) und das bunte Dach des Steffls bewundern können.

Setzen Sie Ihren Rundgang im Steffl fort, so erkennen Sie schon den Wiener Neustädter Altar (Bj. 1447). Wechseln Sie nun die Seite betrachten Sie den Hochaltar und das Grab von Friedrich III. Vor dem Aufgang zum Südturm hält die Dienstbotenmadonna das Jesukind im Arm (Bj. 1325).

Das Singertor zeigt den Sturz des Saulus im Tympanon. Bevor Sie das Kirchenschiff über das Riesentor wieder verlassen lohnt noch ein Blick in die Herzogskapelle.



Platz 2

Stephansdom

PLATZ 1