Kaiser

Kaiser




Für Regenten, Kaiser, Kaisertum in Österreich bildete Wien das Machtzentrum.

Sieben Jahrhunderte vergingen bis unter dem Babenberger Markgraf Heinrich I. der Starke, 996 erstmals ostarrichi urkundlich erwähnt wurde. Unter Leopold III. erlangten die Babenberger 1135 die Stadtherrschaft von Wien. Ein Jahr später erfolgte die Erstnennung von Austria.

Markgraf Leopold IV. erhob Wien 1137 zur Stadt (civitas). Herzog Heinrich II. Jasomirgott machte Wien zur Residenzstadt (privilegium minus vom 17.9.1156). 1172 wurde Wien erstmals als Weltstadt (civitas metropolitana) bezeichnet.



Rudolph I.

geboren: 1.5.1218

gestorben: 15.7.1291

Leistungen: erster Römisch-deutscher König aus dem Hause Habsburg am 1.10.1273, Sieg gegen Böhmen (Premysl Ottokar II.), Einzug in Wien am 30.11.1276, Schlacht bei Dürnkrut am 26.8.1278, beendet Interregnum (kaiserlose Zeit)

Rudolf IV. der Stifter

geboren: 1.11.1339

gestorben: 27.7.1365

Leistungen: Privilegium maius (gefälschter Freiheitsbrief), Um- und Neubau des Stephansdoms, Gründung der Universität Wien (Alma Mater Rudolphina), Erbvertrag mit Tirol (Margarethe Maultasch), Einführung des Wiener Pfennigs

Maximilian I.

geboren: 22.3.1459

gestorben: 12.1.1519

Leistungen: Heiratspolitik, Sohn Philipp I. (der Schöne) ehelicht Johanna von Kastilien-Aragonien (die Wahnsinnige), Humanismus, Gründer der Hofmusikkapelle, Wien verliert an Bedeutung

Leopold I.

geboren: 9.6.1640

gestorben: 5.5.1705

Leistungen: Komponist, Befreiung Wiens gegen die Türken, Krieg gegen Ludwig XIV. von Frankreich, Neubau Schloß Schönbrunn, Leopoldinische Trakt der Hofburg, Bau des Linienwalles, Straßenbeleuchtung, Leopoldskirche am Leopoldsberg, Pestsäule

Karl VI.

geboren: 1.10.1685

gestorben: 20.10.1740

Leistungen: Pragmatische Sanktion ermöglicht weibliche Erbfolge, größte Ausdehnung des Habsburgerreiches, Bautätigkeit

Denkmal: Österreichische Nationalbibliothek, 1., Josefsplatz



Maria Theresia

geboren: 13.5.1717

gestorben: 29.11.1780

Leistungen: Krieg gegen Preußen, Verlust von Schlesien, Umbau von Schloß Schönbrunn zur Sommerresidenz, Gloriette, Burgtheater, allgemeine Schulpflicht, Abschaffung der Folter, Steuerentlastung, Öffnung des Praters

Denkmal: 1., Maria-Theresien-Platz

Biografie:

Nach dem Tod ihres Vaters Karl VI. am 20.10.1740 gelangte Maria Theresia, Königin von Ungarn und Böhmen, Erzherzogin von Österreich auf den Thron.

Friedrich II., König von Preußen marschierte ohne Kriegserklärung in Schlesien ein. Maria Theresia kämpfte mit England gegen Preußen und Frankreich und verlor.

Im Siebenjährigen Krieg (1756 bis 1763) versuchte sie, diesmal mit Hilfe der Franzosen, abermals vergeblich, Schlesien zurückzuerobern.

Am 18.8.1765 erlag ihr geliebter Franz Stephan den Folgen eines Schlaganfalls. Seither trug Maria Theresia schwarze Kleidung.

In der zweiten Reformperiode zentralisierte Maria Theresia die Verwaltung und setzte den Staatsrat ein. Der Jesuitenorden wurde aufgelöst, die Bauern steuerlich entlastet, die Volksschule eingeführt und die Universität ausgebaut. Darüberhinaus wurde die Folter abgeschafft.

Sie setzte die Bautätigkeit ihres Vaters fort. Neben dem Bau von Burgtheater, Schloß Schönbrunn und der Gloriette, der Salzgrieß- und Stiftskaserne, des Theresianums, der Universitätsaula und der Piaristenkirche, öffnete sie den Prater für die Bevölkerung.

Am 29.11.1780 starb die Kaiserin nach 40 Jahren Regentschaft. Ihr Sohn Josef II. (geb. 13.3.1741, gest. 20.2.1790) war bereits seit 1765 Römischer Kaiser und Mitregent.

Maria Theresia

Maria Theresia

Josef II.

geboren: 13.3.1741

gestorben: 20.2.1790

Leistungen: Aufhebung der Leibeigenschaft, Religionsfreiheit, Einführung der Grundsteuer für den Adel, Bau von Schulen, Armen- und Irrenhäusern und Krankenhäusern, Beamtenstaat

Denkmal: 1., Josefsplatz; 9., altes AKH, 2. Hof

Josef II.

Josef II.

Franz I.

geboren: 12.2.1768

gestorben: 2.3.1835

Leistungen: Als Kaiser Franz II. letzter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen (Abdankung am 6.8.1806 in der Kirche am Hof), Erster Kaiser von Österreich als Kaiser Franz I., Niederlage gegen Napoleon mit Verlust der Niederlande und Lombaro-Venetien, Wiener Kongress, Metternich, Polizeistaat, Spitzelwesen, Biedermeier, kulturelle Blüte, bedeutende Sammlung im Naturhistorischem Museum

Denkmal: 1., In der Burg

Franz II.

Franz II.

Franz Joseph I.

geboren: 18.8.1830

gestorben: 21.11.1916

Leistungen: Schleifung der Basteien, Anlage der Ringstraße, Kriegserklärung an Serbien - erster Weltkrieg, Zerfall des Vielvölkerstaates

Denkmal: 1., Burggarten

Franz Joseph I.

Franz Joseph I.

Karl I.

geboren: 17.8.1887

gestorben: 1.4.1922

Leistungen: Letzter Kaiser von Österreich, Gemahl von Zita von Bourbon-Parma, die letzte Kaiserin, Einführung von Sozial- und Gesundheitsministerium

 



Prachtbauten der Ringstraße

Wer waren die Baumeister?