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Sehenswürdigkeiten Wien

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WIEN SEHENSWÜRDIGKEITEN I-Z

Hier finden Sie beliebte Wien Sehenswürdigkeiten in alphabetischer Reihung. Kirchen, Palais, Museen, Plätze, Gaststätten, Kaffeehäuser, Denkmäler, Brunnenanlagen, Parks und Straßen machen Wien so lebenswert. Viele Wien Sehenswürdigkeiten können Sie kostenlos entdecken. Die Innere Stadt lässt architektonisch, historisch und kulturell, keine Wünsche offen. Der Eintritt in Bundesmuseen ist für Kinder und Jugendliche frei.



Wien Sehenswürdigkeiten 2

Judenplatz

Judenplatz
Seit dem Ende des 13. Jh. bis 1420 Zentrum jüdischen Lebens, kam es im Jahre 1421 zur grausamsten Judenverfolgung des Mittelalters und zur neid- und hasserfüllten Vertreibung und Ermordung von 800 Juden.

Christen war der Geldverleih gegen Zinsen nicht gestattet, weshalb Juden eine Monopolstellung zufiel. Dies führte zu hohen Zinssätzen und schürte den Neid der Wiener.

Die Synagoge wurde abgerissen und das Baumaterial teilweise für den Bau der alten Universität verwendet.

Auf dem Platz befindet sich seit 25.10.2000 das Shoa-Mahnmal der englischen Architektin Rahel Whiteread, welches an die Ermordung von 65.000 österreichischen Juden erinnert.

Vor dem Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof steht Gotthold Ephraim Lessing (Die Juden, Nathan der Weise, Minna von Barnhelm), dem Siegfried Charoux 1968 ein beeindruckendes Denkmal gesetzt hat.

Kunsthaus

Kunsthaus

Kunsthaus

Friedensreich Hundertwasser setzte sich mit diesem Museumsbau ein weiteres Denkmal in Wien. Seit 1991 erfreuen sich zahlreiche BesucherInnen nicht nur an der bunten Fassade und den vielseitigen Werken des Meisters, sondern auch an faszinierenden Wechselausstellungen internationaler Künstler.

Das gemütliche Gartencafe lädt zum Verweilen in einer Blumenoase auf Stühlen von Thonet.

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 19 Uhr

Neuer Markt

Neuer Markt

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Georg Rafael Donner erbaute den Providentia-Brunnen nach Vorbildern der süddeutschen Spätrenaissance und dem italienischen Barock. Er zeigt in Beckenmitte die Providentia umgeben von 4 die Flüsse Enns, March, Traun und Ybbs darstellenden Allegorien.

Etwa 30 Jahre nach der Errichtung befahl Maria Theresia 1770 die Einschmelzung der männlichen Plastiken (Enns und Traun) wegen Verstoß gegen die Sittlichkeit.

Erst 1801 konnten die von Johann Martin Fischer geretteten Kunstwerke wieder am Neuen Markt aufgestellt werden. Seit 1873 finden sich hier Bronzeabgüsse, während die Originalfiguren im Unteren Belvedere zu finden sind.

Im 1618 gegründeten Kapuzinerkloster wurde Kaiser Matthias begraben. Ihm folgten weitere 11 Kaiser, 16 Kaiserinnen und 116 Familienmitglieder der Habsburger. Gräfin Fuchs, die Erzieherin Maria Theresias, gehörte zwar nicht dem Kaiserhaus an, wurde aber aus Dankbarkeit in der Kapuzinergruft bestattet. Bemerkensert ist der Doppelsarkophag Maria Theresias von Balthasar Moll.

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Palmenhaus

Palmenhaus
Schönbrunn fiel nach dem Tod Maria Theresias in einen Dornröschenschlaf. Erst Kaiser Franz Josef I. küsste es nach ca. 100 Jahren wieder wach und ließ es umbauen. Das war auch die Zeit, exotischen Pflanzen ein neues Zuhause zu errichten.

Das größte Glashaus Europas ist in drei Räume mit unterschiedlichen Klimazonen unterteilt. Auch von außen lässt sich die 113 m lange und 28 m hohe Glas-Eisenkonstruktion von Franz Xaver Segenschmid aus dem Jahre 1882 bestaunen.

Parlament

Parlament

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Der der Griechischen Klassik nachempfundene Prunkbau von Theophil Hansen wurde zwischen 1873 und 1883 erbaut und als Reichsratsgebäude genutzt. Seit 1918 beherbergt es den National- und Bundesrat.

Die 4 m hohe Pallas Athene wacht seit 1902 über die Geschicke der Parlamentarier. Die Liegefiguren des von Carl Kundmann ausgeführten Brunnen versinnbildlichen die Flüsse Donau, Inn, Elbe und Moldau.

Parlament

Pestsäule

Pestsäule

pestsaeule
Die Pestsäule (Dreifaltigkeitssäule) am Graben wurde anlässlich der Pestepidemie von 1679 unter Leopold I. im Jahre 1680 errichtet.

Damals noch eine Holzsäule, die in einer Predigt von Abraham a Santa Clara gesegnet wurde, bis 1682 Matthias Rauchmiller sowie Johann Bernhard Fischer von Erlach, Paul Strudl und Ignaz Brändl die hochbarocke Marmorsäule erschufen.

Der Graben um das ehemalige Reiterlager wurde um 1200 zugeschüttet und zählt heute zu den nobelsten Adressen der Stadt. Neben der Pestsäule lohnt ein Blick auf den Graben-Hof (Nr. 14-16) den Otto Wagner und Otto Thienemann von 1874-1876 errichteten. Das Ankerhaus (Nr. 10) ist ebenfalls ein Meisterwerk von Otto Wagner (1894). Am Graben Nr. 22 finden Sie auch die öffentliche Bedürfnisanstalt im Jugendstil, welche auch als Theaterkulisse für Charles Bukowskis Erzählungen zweckentfremdet wurde. Sehenswert ist auch das Haus Nr. 13 von Adolf Loos (1910-1913). Unweit des Grabens befindet sich die barocke Peterskirche von Gabriele Montani und Lucas von Hildebrandt (1703-1708). Das Kuppelfresko stammt von Johann Michael Rottmayr.

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Postsparkasse

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Otto Wagner errichtete zwischen 1904 und 1912 das k.k. Postsparcassen-Amt am Georg Coch-Platz. Es ist eines der berühmtesten Jugendstilgebäude Wiens. Das Gebäude hat acht Geschoße, ist ein Ziegelbau mit Stahlbetondecken.

Besonders gelungen ist der lichtdurchflutete Kassensaal, welcher bis 2017 als solcher von der BAWAG PSK genutzt wurde. Zur Jahrhundertwende waren hier über 2000 Beamte tätig. Die Zukunft des historischen Gebäudes liegt in den Händen der neuen Eigentümerin.

Secession

Secession

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Der Schüler von Otto Wagner und Student von Karl Hasenauer erhielt als nunmehr 30-jähriger den Auftrag für den Bau eines Ausstellungsgebäudes am Karlsplatz.

Joseph Maria Olbrich benötigte dafür lediglich ein halbes Jahr und setzte im Jahr 1898 eine vergoldete Kuppel aus Lorbeerblättern auf den geometrisch schlichten Bau.

Die feierliche Eröffnung erfolgte am 12.11.1898. Bedeutend sind neben dem 70 m² großen Beethovenfries (1901-1902) von Gustav Klimt, auch der von Löwen gezogene Streitwagen des Marc Anton von Arthur Strasser (1899/1900).

Bereits im April 1892 wurde eine neue Kunstströmung, der Jugendstil, in München ausgerufen. 1897 folgten Wiener Künstler und gründeten die Vereinigung bildender Künstler Österreichs Wiener Secession.

Neben Gustav Klimt (1. Präsident) zählen Rudolf von Alt, Koloman Moser, Josef Engelhart, Carl Moll, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich zu ihren Gründungsmitgliedern.

Der Jugendstil fand auch in Großbritannien (Modern Style) und in Frankreich (l’Art Nouveau) großen Anklang.

Bereits 1905 traten Klimt, Moser, Hoffmann, Moll u.v.a aus der Secession aus.

Die Wiener Werkstätte mit Mitgliedern von Klimt, Kokoschka, Schiele, Moll bis Zülov setzte den Jugendstil von 1903 bis 1932 erfolgreich fort.

Secession

Staatsoper

Staatsoper

Staatsoper
Weder August Sicard von Sicardsburg noch Eduard van der Nüll erlebten die Eröffnung des Hofoperntheaters am 25.5.1869 mit Mozarts Don Giovanni (Don Juan). Während Eduard die Kritik der Bevölkerung und des Kaisers an seinem Pionierbau im Ringstraßenstil in den Selbstmord (4.4.1868) trieb, starb sein Freund August kurz darauf (11.6.1868) an den Folgen eines Schlaganfalls am Zeichentisch. 2018 jährt sich der Todestag beider Architekten zum 150 mal. Der geschockte Kaiser Franz Joseph unterließ in Folge jede weitere öffentliche Kritik und formulierte stets höflich "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut."

Am 12.3.1945 wurde die Oper durch einen Bombenangriff zerstört. Nach 10-jährigem Wiederaufbau unter Verwendung sowjetischer Finanzmittel wurde das Haus mit einer Galapremiere Beethovens Fidelio von Direktor Karl Böhm am 5.11.1955 feierlich eröffnet. 30.000 BesucherInnen verfolgten über Lautsprecher am Ring die Aufführung.
Oper live am Platz

Im April, Mai, Juni und September überträgt die Staatsoper Opern- und Ballettaufführungen live auf einer 50qm große Videowall am Herbert von Karajan Platz. So gelingt eine Öffnung des Hauses. Vor allem Opernneulinge können ganz entspannt in die faszinierende Welt des Musiktheaters hineinschnuppern.

Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.

Neben Anna Netrebko arbeiten hier 117 Sängerinnen und Sänger (Ensemble und Gäste), 194 OrchestermusikerInnen, 91 ChorsängerInnen, 107 BalletttänzerInnen, 8 AutorInnen, 27 Komponisten und 8 Dirigenten (Stand 2015).

Heute zählt die Staatsoper neben der Mailänder Scala und der Metropolitan Opera zu den schönsten und wichtigsten Opernhäusern der Welt.

Wien Sehenswürdigkeiten

Universität

Universität
Der im Stil der italienischen Renaissance in den Jahren 1873 bis 1884 von Heinrich von Ferstel angelegte Monumentalbau ersetzte die zu klein gewordene alte Universität (1829 bis 1884) neben der Jesuitenkirche.

Die Universität wurde bereits 1365 von Rudolf IV. der Stifter gegründet und 1385 unter Albrecht III. errichtet. Sie war damit die zweite Universität im deutschsprachigen Raum nach Prag.

Die feierliche Eröffnung am 10.10.1884 erlebte sein Erbauer nicht mehr.

Im Arkadenhof erinnern Denkmäler und Gedenktafeln an Professoren wie Ludwig Boltzmann, Sigmund Freud, Theodor von Billroth, Anton Bruckner, Gerhard van Swieten oder Marie von Ebner Eschenbach.

Im Zentrum des Hofes befindet sich seit 1904 der von Edmund Hellmer angelegte Kastalibrunnen.

Wotrubakirche

Wotrubakirche

Wotrubakirche
Fritz Wotruba (geb. 23.4.1907) entwarf diese aus 152 Betonkuben und Glasflächen bestehende Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit am Georgenberg.

Wotruba, Sohn eines tschechischen Schusters und eines ungarischen Dienstmädchens, gelang eine harmonische Einheit durch Asymmetrie.

Die Errichtung des umstrittenen sakralen Bauwerkes ist Kardinal König zu verdanken, der sich gegen konservative Kräfte behaupten konnte.

Nach Wotrubas Tod am 28.8.1975 durch Herzinfarkt, wurde die von F. G. Mayr erbaute Kirche am 24.10.1976 eingeweiht.